
Fliegenfischen in Bad Blankenburg – hier gäbe es die schönsten Rotgetupften. So heißt es zumindest. Am Wochenende, wir haben Anfang Juni, sehe ich unzählige Spinnfischer. Der Angeldruck ist hoch. Kleine Bachforellen werden durch die Drillinge oben und unten im Maul gehakt. Die gehen dann ins glasklare Wasser zurück, weil sie vom Mindestmaß bei 30 cm kilometerweit entfernt sind.
Ich mache mir so meine Gedanken, suche schon extra widerhakenlose Köder in der Dose. Alternativ drücke ich auch den Widerhaken mit der Zange an. Die Schwarza ist für meinen Geschmack viel zu flach. In fast allen Bereichen ist sie gerade knöcheltief. Und es kommt, was kommen musste: Ich fange an den schon tieferen Stellen Bachforellen um 15 bis 20 cm Länge. Schön sind sie. Das ist wirklich nicht gelogen. Aber wo finde ich tiefe Gumpen, gestaute Flussabschnitte ? Dort stehen die Größeren. Am nächsten Nachmittag entdecke ich so eine Stelle, die mir auch gleich eine rosafleischige Portionsforelle von 34 cm beschert.

Vor lauter Verzweiflung setze ich mich andertags ins Auto, flussaufwärts gucken. Wegen Straßenbauarbeiten fahre ich nach Schwarzburg einen Umweg. Aber schlimmer, auch dort ergibt eine kurze Besichtigung, dass man die tieferen Stellen wohl mit der Lupe suchen muss. Sollte irgendwo ein Besatz mit größeren Fischen erfolgen, dann sind diese spätestens nach drei Wochen raus oder nach unten in die Saale abgewandert.

Das Thüringer Schiefergebirge, die Schwarza selbst, alles wunderhübsch. Was das Fliegenfischen betrifft, „Top oder Flop ?“, da mag jeder selbst entscheiden.
